Anselm Grün

Chorgebet und Kontemplation

Münsterschwarzacher Kleinschriften

9,95 € *
84 Seiten, broschiert, 10,5 x 18,5 cm, Münsterschwarzacher Kleinschriften Band 50, ISBN 978-3-87868-381-0
Singen ist Beten

Chorgebet und Kontemplation gehören zusammen. Inneres und äußeres Gebet bilden in der klösterlichen Tradition seit jeher eine Einheit. Die vielen Worte der Psalmen stehen nur scheinbar im Widerspruch zur Besinnung. Anselm Grün beschreibt das Chorgebet als den typisch benediktinischen Weg der Kontemplation.

Das Singen der Psalmen öffnet in den Singenden einen Raum, in dem sie Gott erfahren. Der Autor erklärt dabei, wie die eigentümliche Form der Psalmodie, des Psalmensingens, entstanden ist und welche Bedeutung ihre verschiedenen Elemente tragen: etwa der Wechselgesang, die eigentümliche Pause zwischen den Halbversen, die monotone Schlichtheit.

Das Buch endet mit sieben Ratschlägen für Besucher des Stundengebets in der Abtei.

 

Seit 1970 gehen einige Mönche der Abtei Münsterschwarzach den Weg der Kontemplation, der ein Weg des Stillwerdens ist. 1983 hat die Abtei Münsterschwarzach in Würzburg das Haus St. Benedikt als Haus der Kontemplation geschaffen. Ordensleute, die dort Kurse besuchten und das Schweigen genossen, bekamen daheim oft Probleme mit ihrem klösterlichen Stundengebet. Sie konnten mit der Spannung zwischen Schweigen und den vielen Worten im Stundengebet nicht gut umgehen. Daher haben wir in unserem Kloster bewusst Kontemplationskurse für Ordensleute gehalten, in denen wir die Beziehung zwischen Chorgebet und Kontemplation aus der christlichen Tradition heraus behandelt haben. (…)

     Viele Ordensleute tun sich heute schwer, die kontemplative Dimension des Chorgebetes zu verstehen. Sie sehen Kontemplation oft nur als reinen Schweigeweg. Und auch viele Gäste, die gerne an unserem Chorgebet teilnehmen, äußern im Gespräch, dass sie mit den vielen Worten beim Chorgebet Probleme haben. Sie könnten sich gar nicht konzentrieren und sie kämen dabei nicht zur Stille.

     Als Antwort auf die vielen Fragen, die uns immer wieder über das Chorgebet als dem typisch benediktinischen Weg der Mystik gestellt werden, haben wir uns entschlossen, die Vorträge zu überarbeiten und für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir hoffen, dass wir damit den vielen, die vom Chorgebet angezogen werden, auch eine Hilfe anbieten, es als kontemplativen Weg zu vollziehen, als einen inneren Weg, der sie immer mehr in das Geheimnis Gottes hineinführt, der ihnen den inneren Raum öffnet, in dem sie Gott in sich wohnend erfahren dürfen.

 
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